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Ostfriesland 2006

dornumersiel

Mit dem Wohnmobil entlang der Nordseeküste

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Neßmersiel, Dornumersiel, Esens und rund um Baltrum

Malerisches Greetsiel

 

 

Neßmersiel

Von Neßmersiel aus läßt man sich auf die kleinste der ostfriesischen Inseln, Baltrum übersetzen. Wenn man aber nicht auf die Insel möchte, sondern einmal rundherum, dabei Aug' in Aug' die Seehundbänke von Norderney (Live-Cam) ansehen, einem Schaufischen beiwohnen und lernen möchte, wie man seemännisch knotet und diesen Seemannsknotenauch wieder aufbekommt, dann begibt man sich auf das Fahrgastschiff MS BALTRUM III der Reederei Baltrum-Linie.
Besonders schön ist es, dass die Reederei eine komplette Nichtraucherzone ausgerufen hat, sowohl in den Salons ihrer Fahrgastschiffe als auch auf Deck.

Käptn Peter Stengel ist nicht nur ein Profi der Fahrgastschifffahrt, sondern sieht auch wie ein "echter" Kapitän aus, mit Bart und Kapitänsmütze. Käpitän Stengel lenkt nicht nur das Schiff, sondern erklärt auch übers Bordmikro, was für den Urlauber links und rechts der Reling interessant sein könnte.

Dass auf dieser Fahrt eine Menge Fotos gemacht werden können, versteht sich von selbst.
Man kann nur hoffen, dass nach der Tour um Baltrum herum die Begriffe der "kleinen Knotenkunde" wie Palstek, Wurfleinenknoten, Achtknoten, Rundtörn mit zwei halben Schlägen, Webeleinstek, Schotstek und Kreuz- oder Reffknoten keine Fremdworte mehr sind, wenn auch Seemannsknoten im normalen Alltag keine große Bedeutung haben dürften.

Dornumersiel
Die Ortschaft Dornumersiel glänzt für uns Wohnmobilisten vor allem durch seinen bisher (August 2006) kostenlosen großräumigen Stellplatz auf Betonsteinen zwischen den Deichen. Der Supermarkt und der idyllische Mahlbusen (ein kleiner Speichersee, der direkt vor den Toren zur Nordsee liegt) ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen, zum Hafen braucht man schon ein Fahrrad, wenn man "mal schnell" zum Krabben-Kaufen dort hin möchte.

Wer Information über den Nationalpark Wattenmeer bekommen will, wird das Nordseehaus Dornumersiel aufsuchen.

Dornumersiel, seit 1990 Nordseebad, hat 70.000 m² Sandstrand. Touristisches Zentrum ist das Reethaus am Meer direkt am Hafen. Erstaunlich, dass ich (August 2006) eine dreiviertel Stunde oder mehr in der Ortschaft und am Mahlbusen entlang spazieren gehen konnte, ohne einen einzigen Abfalleimer zu entdecken. Bemerkenswert: Trotzdem sieht man keine "nur mal schnell" entsorgten Abfälle herum liegen.

Im Hafen kaufen wir Granat (kleine Krabben) zum Pulen. Dort gibt es auch leckere Krabben-Zubereitungen und alles Erdenkliche aus Fisch zum Mitnehmen oder auch gleich dort zum Essen. Durch Starkwind mit Böen wanken wir vom Hafen zum Wohnmobil zurück. Der Wind ist so stark, dass meine Gehstöcke immer wieder weggeblasen werden. Gut, dass sie mit Handschlaufen befestigt sind

600 Gramm Krabben-Pulen: Eine sehr meditative Beschäftigung, mit Blick auf den Deich und Wiesen mit Windrädern, Kühen und Salzwiesenlämmern. Was nach eineinhalb Stunden übrig ist: Weniger als 150 g Rohmasse. Diese Krabben lassen wir uns ehrfürchtig munden!

Esens
Ein Abstecher bringt uns nach Esens (W), das mit seinen 6.000 Einwohnern auf einem flachen Geestbuckel liegt. In der St. Magnus-Kirche staunen wir über den gotischen Sarkophag des Häuptlings Siebet Attena aus Sandstein (1473).

Esens zeichnet sich dadurch aus, dass Wohnmobilisten auf dem gut ausgeschilderten, geräumigen Schützenplatz (gegen Entgelt, Brötchenservice) übernachten dürfen, wenn sich dort keine Veranstaltungen abspielen.

Wer sich für Holographie interessiert: Besonders sehenswert ist gleich in der Nähe der St. Magnus-Kirche das Holarium (auch 3D Museum und Digital Art Gallerie). Tipp: Besucher haben kostenlosen Internetzugang.

Von Esens nach Bensersiel ist es ein Katzensprung. Hierher kommt der Reisende nicht nur wegen des Meerwasser-Wellenbades, sondern wegen des Fährhafens zur Insel Langeoog. Wer sich 3000 Fotos über die Gegend Esens-Bensersiel ansehen möchte, klickt hier.